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Seniorenhilfe: Fit für die Zukunft
von André Ziegenmeyer

Volksstimme Haldensleben vom 31.August 2016

Die Seniorenhilfe Haldensleben will ihren Standort an der Hagenstraße um ein Wohnhaus erweitern. 2,1 Millionen Euro sind dafür eingeplant.

Detlef und Andrea Schmahl präsentieren am Ort des geplanten Neubaus eine Skizze für die Erweiterung. Foto: André Ziegenmeyer

Haldensleben: „Wir haben 1993 hier begonnen und den Hagenhof errichtet“, erklärt Detlef Schmahl. Er ist der Geschäftsführer der Seniorenhilfe. Das Pflegeheim bietet 76 Plätze. Zusätzlich gehört zum Areal an der Hagenstraße die ehemalige Fabrikantenvilla, in der sich die Verwaltung und die Tagespflege mit 30 Plätzen befinden. Weiterhin gibt es den mobilen Pflegedienst für etwa 120 Patienten sowie verschiedene Servicebereiche. Nicht zuletzt hat die Seniorenhilfe die ehemalige Begegnungsstätte der Volkssolidarität übernommen. Nun soll der nächste Schritt erfolgen.
„Bis 2018 zum 25. Jahrestag der Gründung unseres Unternehmens wollen wir den Komplex komplettieren und nach außen als Einheit darstellen“, erläutert Detlef Schmahl. Dazu soll auf der Grünfläche vor dem Hagenhof ein neues Gebäude entstehen. Mit seiner Hilfe soll die Seniorenhilfe für die nächsten 25 Jahre „fit und zukunftsfähig“ werden.
 „Wir haben im Unternehmen schon drei Häuser mit Wohnangeboten“, berichtet der Geschäftsführer. Insgesamt handele es sich um 58 Wohnungen. Doch an der Hagenstraße ist dieser Aspekt neu.
Zielgruppe Ü75
Zielgruppe des Neubaus seien „hochaltrige Menschen“ ab etwa 75 Jahren. Für sie soll das neue Haus mehrere Bereiche bereithalten. Geplant ist zum Beispiel eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für elf Personen. Diese soll eine komplette Etage umfassen. Jeder Bewohner bekomme dabei ein Einzelappartement. Räume wie Wohnzimmer und Küche würden gemeinsam genutzt. Für die WG solle es eine spezielle Bezugsbetreuungskraft geben. Bei Bedarf werde sie von Mitarbeitern des mobilen Dienstes unterstützt. Der Vorteil: „Wir haben alle Dienste, die man braucht, am Ort“, so
Der zweite Bereich steht unter dem Motto „Wohnen mit Service“. Er soll 10 bis 15 Wohnungen mit einer Größe zwischen 50 und 60 Quadratmetern beinhalten. „Der Schwerpunkt liegt darauf, dass die Bewohner eine gewisse Eigenständigkeit behalten. Hilfe ist aber je nach Bedarf möglich“, erläutert Detlef Schmahl. So könnten die Mieter selbst entscheiden, ob sie beispielsweise eine Hauswirtschaftskraft brauchen. Diese müsse auch nicht über die Seniorenhilfe tätig sein.
Denn letztlich handele es sich um offene Angebote: „Wer hier wohnt, muss nicht alles über die Seniorenhilfe regeln lassen. Aber wer unsere Dienste in Anspruch nehmen möchte, muss dafür auch nicht hier wohnen“, fasst Detlef Schmahl zusammen.
Der dritte Bereich des Neubaus soll zwei bis drei größere Wohnungen inklusive Dachterrasse umfassen. Sie sind für Menschen mit gehobenen Wohnansprüchen gedacht. Oder für solche, die wegen eines Rollstuhls oder einer Gehhilfe mehr Platz benötigten.
Gesellschaft verändert sich
Der Neubau sei vor allem wichtig, um sich auf die Herausforderung des demographischen Wandels einzustellen. Dieser werde in 10 bis 15 Jahren richtig spürbar werden. „Die Gesellschaft verändert sich dramatisch“, so Detlef Schmahl. Aber: „Sachsen-Anhalt verfügt von allen Bundesländern über die beste soziale Infrastruktur. Wir haben alles, was nötig ist, um diesem Wandel zu begegnen.“ Bei der Seniorenhilfe Haldensleben handele es sich um ein gemeinnütziges Familienunternehmen, das zum Paritätischen Wohlfahrtsverband gehöre.
Die Kosten für das neue Projekt beziffert Detlef Schmahl mit rund 2,1 Millionen Euro. 350 000 Euro stammen aus dem Förderprogramm Leader. Der Geschäftsführer hofft, dass Ende 2016 Baurecht herrscht. Ein Jahr später sollen die Mieter in den Neubau einziehen können. Bis Mitte 2018 soll der Standort an der Hagenstraße komplett fertig sein – inklusive Wegen und Außenflächen. Zunächst braucht es jedoch die Zustimmung der Stadt.
Denn das Gelände befindet sich planungsrechtlich im sogenannten Außenbereich der Stadt. Daher braucht es eine Ergänzungssatzung und einen städtebaulichen Vertrag. Darüber wird derzeit in den Ausschüssen der Stadt diskutiert. Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Forsten und Abwasserangelegenheiten hat bereits einstimmig zugestimmt. Den endgültigen Beschluss soll der Stadtrat in seiner Sitzung am 15. September fassen. Davon abgesehen hofft Detlef Schmahl auch auf eine moralische Unterstützung durch die Stadt. „Wir sind auf eine Akzeptanz für unser Tun angewiesen. Andererseits wollen wir angesichts der positiven Entwicklung unseres Unternehmens durch neue Angebote wieder etwas an die Menschen zurückgeben.“

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